Biographie von R.E.M.
R.E.M. ist eine US-amerikanische Rockband. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Bands des Alternative Rock.
Gründung und erste Veröffentlichungen (1978–1981)
R.E.M. wurde 1980 in Athens (Georgia), USA, als College-Band unter dem Namen „
Die Anfänge der Band gehen etwa auf das Jahr 1978 zurück.
Im Juli 1981 erschien auf dem Schallplattenlabel „Hib-Tone“ die erste Single „Radio Free Europe“ mit der B-Seite „Sitting Still“. Dieses Label wurde von einem Jurastudenten gegründet, der dort eigentlich seine eigene Band veröffentlichen wollte, die sich jedoch kurz vorher getrennt hatte. Für „Hib-Tone“ nahmen R.E.M. auch die Songs für die EP „Chronic Town“ auf, die jedoch dort nicht mehr veröffentlicht wurde. „Radio Free Europe“ wurde später erneut vom Label IRS veröffentlicht.
Erste Erfolge (1982–1987)
Im Mai 1982 wurde die Band beim Label IRS unter Vertrag genommen. Hier wurde letztendlich die EP „Chronic Town“ veröffentlicht, von der bis Ende des Jahres gut 20.000 Stück verkauft wurden und die es für drei Monate in die Top 5 der College Radio Charts schaffte. Im Jahr darauf veröffentlichte die Band ihre erste LP mit dem Titel „Murmur“, welche von der Presse wegen oder trotz ihres eigenwilligen Stils durchweg positiv aufgenommen wurde. Das Album kam bis auf Platz 26 der Billboard Charts und hielt sich 30 Wochen. Nur ein Jahr später veröffentlichte die Band ihr zweites Album „Reckoning“, das es bis auf Platz 27 der Billboard Charts brachte und sich mehr als ein Jahr hält.
Bis zu diesem Zeitpunkt verlief die Entwicklung der Band linear. Sie gab sehr viele Livekonzerte, nahm ihre ersten Videos auf, eröffnete im Jahre 1983 fünf Shows der Hallentournee der bekannten britischen Band
1986 erschien dann „Life’s Rich Pageant“, das bis auf Platz 21 der Billboard Charts kam und der Band die erste goldene Schallplatte für 500.000 verkaufte Kopien einbrachte. Auf dem Album befindet sich ein Song, der seit 1981 zum festen Bestandteil ihrer Liveshows gehört: „Just a Touch“. Bevor sie im September 1987 das Album „Document“ veröffentlichten, erschien im April desselben Jahres „Dead Letter Office“, eine Zusammenstellung älterer Songs, Cover-Versionen sowie erstmals auf CD die EP „Chronic Town“.
Das Album „Document“ brachte der Band erstmalig auch stärkere Beachtung außerhalb der Vereinigten Staaten ein; es beschäftigt sich sehr stark mit Politik und den persönlichen Gefühlswelten der einzelnen Bandmitglieder. Es wurden mehr als eine Million Exemplare des Albums verkauft, und es enthält zwei Stücke, die bis heute bei jedem Konzert gespielt werden: The One I Love sowie „It’s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)“.
Superstars (1988–1996)
Zusätzlich brachte der Erfolg des Albums der Band einen Vertrag mit dem Major-Label „Warner“ ein; das erste Album hier war „Green“ im Jahr 1988. Im Zuge der Veröffentlichung von „Green“ begab sich die Band auf ihre letzte große Welttournee für viele Jahre. Die nächste sollte erst 1994 nach der Veröffentlichung des Albums „Monster“ folgen
Davor stand jedoch der kommerzielle Durchbruch der Band im Jahre 1991 mit der Veröffentlichung von „Out of Time“ und der darauf enthaltenen Single „Losing My Religion“. Die Platte steht in vielerlei Hinsicht für eine starke Veränderung der Band. Es wurde die erste reine Pop-Platte der Band und man lud sich Gastmusiker wie den Rapper
Der Titel des Albums entstand aus dem Motto eines Restaurants in Clarke County (Georgia), bei dem die Musiker von R.E.M. häufig zu Gast waren. Als Dank erwähnte sie den Inhaber „Weaver D. und seinen tollen Laden“ im Begleittext.
Die Band schien mit der Entwicklung unzufrieden. Die Platten waren ein großer Erfolg, aber es fehlte ihnen das ursprüngliche Spontane. Mit dem 1994 erschienenen Album „Monster“ wollte man zu den Ursprüngen zurückkehren. Die Platte trug wieder stärkeren Punkcharakter – weniger im Musikstil, als vielmehr im Hinblick auf die Herangehensweise: Sie sollte ungekünstelt und direkter werden.
Der Song „Let me in“ von „Monster“ ist
1996 wurde ein mit 80 Millionen US-Dollar dotierter Vertrag mit dem Major-Label Warner Brothers über fünf Alben abgeschlossen. Das folgende Album „New Adventures in Hi-Fi“ erschien im September 1996. In den USA erreichte es Platz zwei in den Billboard 200, in Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, England und zehn weiteren Staaten schaffte es das Album bis an die Spitze der Charts.
Es ist ein überwiegend rockiges Album, doch ruhige Songs wie „How the West Was Won and Where It Got Us“ und „Electrolite“ leiteten einen erneuten Kurswechsel in Sachen Musikrichtung ein, der mit „Reveal“ und „Around the Sun“ einsetzen sollte.
Personelle Veränderungen und weitere Erfolge (1997 bis heute)
Ursprünglich als Quartett gegründet, stieg der Schlagzeuger Bill Berry im November 1997 aus der Band aus. Er fühlte sich dem zunehmenden Tourneestress gesundheitlich nicht mehr gewachsen – hatte er doch bereits während der „Monster“-Tour im Jahr 1995 eine Hirnblutung durch ein geplatztes Aneurysma erlitten.
Die Band stand vor der Auflösung.
Das Studioalbum Around The Sun aus dem Jahr 2004 mit der Hitsingle „Leaving New York“ knüpft an die Zeit von Automatic for the People (1992) und Reveal (2001) an. Es ist das 13. Studioalbum der Band und stieg bis auf Platz 13 der Billboard 200. Textlich ist es das politischste seit „Document“ und befasst sich größtenteils mit der (Irak-)Politik des US-amerikanischen Präsidenten
Während die Band am nächsten Studioalbum arbeitete, erschien am 12. Oktober 2007 ihr erstes Livealbum einschließlich Video-DVD, das aus Aufnahmen von den zwei Konzerten in Dublin am 26. und 27. Februar 2005 besteht.
Am 28. März 2008 erschien ihr 14. Studioalbum mit den Titel Accelerate. Das nur 34 Minuten lange Album ist härter und rockiger als die vorhergehenden. Erste Singleauskopplung war Supernatural Superserious.
Musikstil
R.E.M. lassen sich musikalisch schwer einordnen. Die Band bewegt sich zwischen Rock- und Popmusik, wird aber meistens zum Alternative Rock gezählt. Stilistisch erinnert ihre Musik vor allem durch die Einbeziehung von Country- und Folk-Elementen auch an
Kurt Cobain von Nirvana sah die Band als Vorbild und Inspirationsquelle.







